MZ: Politiker diskutieren im Rottleberöder Knauf-Werk über das Für und Wider der Probebohrungen
Die geplanten Probebohrungen der Rottleberöder Firma Knauf schlagen derzeit hohe Wellen. Vor Ort machten sich vier Landtagsabgeordnete ein Bild.
Die geplanten Probebohrungen der Rottleberöder Firma Knauf schlagen derzeit hohe Wellen. Vor Ort machten sich vier Landtagsabgeordnete ein Bild.
Eigentlich galt ein möglicher Gipsabbau im Südharz als erledigt. Das Oberverwaltungsgericht hatte Probebohrungen eines Unternehmens Anfang dieses Jahres gestoppt. Doch im zweiten Entwurf des Landesentwicklungsplans ist mitten im Biosphärenreservat nun eine “Weißfläche” vorgesehen. Viele fürchten um den Schutzstatus der Region. https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landespolitik/landesentwicklungsplan-suedharz-gips-naturschutz-102~amp.html
Weil Gips-Probebohrungen in der Karstlandschaft gegen die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verstoßen könnten, läuft eine Anfrage an die Europäische Kommission. https://www.mz.de/lokal/sangerhausen/protest-erreicht-brussel-verstossen-die-geplanten-gips-probebohrungen-in-sudharz-gegen-eine-richtlinie-der-eu-3957539
Karstforscher werfen Gipsindustrie „Greenwashing“ vor Der Verband der Höhlenforscher kontert die Kritik von Unternehmer Christian Rehse senior, der dem Umweltschützer Dr. Friedhart Knolle vorwarf, Unwahrheiten zu verbreiten: Die Gipsindustrie betreibe Greenwashing und Rehse fehle naturkundliches Wissen. https://www.goslarsche.de/lokales/gipsabbau-suedharz-greenwashing-vorwurf-626355.html
Der BUND hat bezüglich der Probebohrungen in der Karstlandschaft Südharz das Oberverwaltungsgericht eingeschaltet. Das hat nun die Probebohrungen vorerst untersagt. https://www.mz.de/lokal/sangerhausen/nach-beschwerde-des-bund-gericht-stoppt-probebohrungen-nach-gips-im-sudharz-3995795
Manuela Ripa MEP stellt Anfrage an die Europäische Kommission zu möglichen Probebohrungen im FFH-Gebiet „Buntsandstein- und Gipskarstlandschaft bei Questenberg im Südharz“, 28.11.2024 https://www.vdhk.de/fileadmin/pdf/Schutzgebiete/Gipskarst/PM_VdHK_EU_Ripa_Gipskarst.pdf
Weil die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, wird der Gips knapp. Die Industrie will deswegen mehr abbauen. Umweltschützer halten das für unnötig.