MZ: Gerichtsbeschluss – Landkreis muss Gips-Probebohrungen im Karstgebiet stoppen
Verwaltungsgericht Halle erlässt einen sogenannten Schiebebeschluss. Welche Konsequenzen er hat.
Verwaltungsgericht Halle erlässt einen sogenannten Schiebebeschluss. Welche Konsequenzen er hat.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Thüringen klagt gegen einen Gipsabbau im Südharz. Wie der Umweltverband am Dienstag mitteilte, wurde die Klage am Montag beim Thüringer Verwaltungsgericht in Weimar eingereicht. https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/nord-thueringen/nordhausen/gipsabbau-bund-klage-suedharz-naturschutz-umwelt-100.html
Die natürlichen Gipsvorkommen im Südharz sollen auf sachsen-anhaltischer Seite zunächst unangetastet bleiben. Sie lagern im geschützten Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz. Probebohrungen sollen laut Infrastrukturministerin Hüskens aber möglich sein. https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landespolitik/gips-abbau-suedharz-landesentwicklungsplan-102.html
Eigentlich galt ein möglicher Gipsabbau im Südharz als erledigt. Das Oberverwaltungsgericht hatte Probebohrungen eines Unternehmens Anfang dieses Jahres gestoppt. Doch im zweiten Entwurf des Landesentwicklungsplans ist mitten im Biosphärenreservat nun eine „Weißfläche“ vorgesehen. Viele fürchten um den Schutzstatus der Region. https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landespolitik/landesentwicklungsplan-suedharz-gips-naturschutz-102~amp.html
Das neue Konzept wurde zum 26.11.2024 auf den Webseiten des LAGB online gestellt. Unter https://lagb.sachsen-anhalt.de/news-detail/rohstoffsicherungskonzept-sachsen-anhalt-2024 kann dieses abgerufen werden.
Der BUND hat bezüglich der Probebohrungen in der Karstlandschaft Südharz das Oberverwaltungsgericht eingeschaltet. Das hat nun die Probebohrungen vorerst untersagt. https://www.mz.de/lokal/sangerhausen/nach-beschwerde-des-bund-gericht-stoppt-probebohrungen-nach-gips-im-sudharz-3995795
Ein Baustoffhersteller plant den Abbau von Gips im großen Stil in Unterfranken. Naturschützer warnen vor Auswirkungen auf das Trinkwasser der Würzburger. Der Versorger ist alarmiert. https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/kommunales/detailansicht-kommunales/artikel/wasserversorger-haelt-gips-bergwerk-fuer-problematisch.html#topPosition