Unsere Heimat. Unsere Natur. Unser Erbe.
Raubbau verhindern! Einzigartigkeit und Artenvielfalt erhalten!
Für die Zukunft des Südharzes – Wir überlassen den Schutz unserer Heimat nicht dem Zufall. Wir handeln!
Aktuelles
12./13. September 2026: Sichtbar, klangvoll und im Dialog: Unser Rückblick auf das UNESCO-Wochenende an der Heimkehle
Was für ein ereignisreiches und bewegendes Wochenende liegt hinter uns! Zum 1. Internationalen UNESCO-Tag für Höhlen und Karst stand die NaturErlebnisHöhle Heimkehle in Uftrungen ganz im Zentrum der bundesweiten Aufmerksamkeit – und wir von der Bürgerinitiative Pro Südharz waren mittendrin.
Schon bei den offiziellen Eröffnungsreden und Grußworten am Vorabend des Jubeltages waren wir als Initiative mit unseren markanten T-Shirts kaum zu übersehen. Die geschlossene Präsenz zeigte sofort Wirkung: Peter Kohl, Bürgermeister der Gemeinde Südharz, schien sein Grußwort fast ausschließlich an unsere Reihen zu richten.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten:
- Dem Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. (VdHK) für die Einladung und die wegweisende Entscheidung, die Heimkehle als zentralen bundesweiten Veranstaltungsort auszuwählen.
- Dem Team des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz sowie der Gemeinde Südharz für die Organisation und herzliche Gastgeberschaft.
- Allen Mitgliedern, Unterstützern und Interessierten, die vor Ort Flagge für unsere einmalige Karstlandschaft gezeigt haben.
Ein ganz besonderer Dank gilt zudem Bürgermeister Peter Kohl für den ersten Schritt in einen offenen Dialog. Wir nehmen diesen Faden dankbar auf und werden ihn zeitnah im direkten, konstruktiven Gespräch fortsetzen.
Genau das ist vielleicht das wertvollste Ergebnis unserer intensiven Arbeit der letzten beiden Jahre: Die gewachsene Einsicht auf allen Ebenen, dass der Schutz unserer Heimat nur gelingt, wenn alle Akteure auf Augenhöhe miteinander reden.
Wir bleiben dran – sichtbar vor Ort und im Gespräch für die Zukunft des Südharzes!
Mit thematischen Höhlenführungen, Oberflächenexkursionen
„Karsterscheinungen rund um die Heimkehle“, einer Abendveranstaltung im Fledermausbereich der Schaukarsthöhle und spannenden Vorträgen und Filmen des VdHK rund um das Thema Höhlen und Karst gab es ein vielfältiges Programm.
Abrufbar sind viele Videos des VdHK auch weiterhin unter folgendem Link:
Lange Nacht der Höhlen am 12.09.2026 zum Internationalen Tag von Höhlen und Karst 2026 – YouTube
Einen unvergesslichen kulturellen Höhepunkt bot zudem das sensationelle Klavierkonzert von Pianist Stephan Hohlweg Sonntag Nachmittag, dessen Klänge an diesem Tage eine ganz besondere Magie entfalteten.
MEILENSTEIN: Landesentwicklungsplan 2026 offiziell beschlossen!
Der Gipskarst im Biosphärenreservat bleibt demnach geschützt – die umstrittene Weißfläche soll nach dem Beschluss nicht mehr vorgesehen sein.
Was im Koalitionsausschuss angekündigt wurde, ist nun amtlich: Die Landesregierung Sachsen-Anhalt hat am 11. August 2026 die Verordnung über den neuen Landesentwicklungsplan (LEP 2026) offiziell beschlossen. Damit soll das Vorranggebiet für Natur und Landschaft im Südharz fest verankert – eine Freigabe als „Weißfläche“ für den Naturgipsabbau endgültig vom Tisch sein. Der neue Plan wird mit der Verkündung im Gesetzblatt offiziell gültig, was für September 2026 vorgesehen ist.
Das wird ein historischer Erfolg für den Naturschutz und der verdiente Lohn für den jahrelangen Protest unserer Bürgerinitiative sein. Die rechtsverbindliche Grundlage für den Schutz unserer Heimat und die geplante UNESCO-Anerkennung des Biosphärenreservats wird stehen, wenn die veröffentlichte Fassung samt Kartenmaterial die entsprechenden Ankündigungen des Koalitionsausschusses beinhaltet! Wir werden diesbezüglich zeitnah informieren!
Warum wir als Bürgerinitiative konsequent weitermachen
Der Beschluss des Landesentwicklungsplans ist ein historischer Meilenstein: Mit dem Verzicht auf die umstrittenen „Weißflächen“ spricht die Landespolitik nun endlich von Nicht-Rohstoffabbau im Biosphärenreservat. Das zeigt, dass unser gemeinsamer Atem und um die 1.000 Einwendungen in unserer Sache etwas bewegen konnten!
Doch zurücklehnen werden wir uns nicht: Während auf Landesebene Weichen gestellt werden, wird auf regionaler Ebene von Teilen der Politik und Industrie nach wie vor an Abbauplänen und Lücken gearbeitet. Ein dauerhafter Schutz ist erst erreicht, wenn der Abbaugedanke endgültig aus allen Köpfen verschwunden ist.
Unsere Vision für den Südharz ist klar: Wir kämpfen nicht nur gegen den Raubbau, sondern für eine nachhaltige Zukunft unserer Heimat. Wir setzen uns weiterhin mit voller Kraft ein für:
- Den sanften Tourismus, der unsere einmalige Landschaft wertschätzt und Wertschöpfung in die Region bringt.
- Das nachhaltige Bauen mit regionalen, nachwachsenden Rohstoffen und Gipsrecycling.
- Die Vernetzung in Naturschutzprojekten, um die Artenvielfalt im Gipskarst zu sichern.
- Und das große Ziel: Die UNESCO-Anerkennung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz (MAB-Programm: Man and the Biosphere).
Bleibt an unserer Seite – für eine Zukunft ohne Raubbau!
Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) zur Entscheidung:
Hohe Zahl an Hinweisen gewürdigt: Laut der Ministerin führte die enorme Anzahl an eingegangenen Stellungnahmen aus der Bevölkerung zu zahlreichen Änderungen und Anpassungen im finalen Landesentwicklungsplan.
Nach Hüskens Aussagen war etwa die Gewinnung von Rohstoffen umstritten. Sie zeigte Verständnis für den Widerstand vor Ort und könne verstehen, dass Anwohner in der Nähe von Hartgesteinsabbau nicht begeistert seien, wenn Vorranggebiete direkt vor ihrer Haustür entstünden.
„Wir hatten sehr viel Einwendungen im Bereich Gipskarst.“ — Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt
WELT / dpa-Meldung vom 11. August 2026 zum Beschluss des Landesentwicklungsplans in Magdeburg.
Der Südharz braucht deine Stimme. Werde auch du jetzt aktiv.
Der Etappensieg bei der Landesentwicklungsplanung zeigt, was wir gemeinsam erreichen können. Damit der Schutz dauerhaft bleibt, zählt jeder Einzelne. Wie kannst und möchtest du dich einbringen?
Begleite uns in die politischen Gremien
Ob bei Sitzungen von Land- und Kreistag, der Regionalen Planungsgemeinschaft oder dem Gemeinderat: Deine bloße Anwesenheit im Zuschauerraum gibt unseren politischen Redebeiträgen Gewicht. Zeige den Entscheidern, dass die Bürger hinsehen.
Werde Teil des Netzwerks
Du interessierst dich für Gipsrecycling, ökologisches Bauen mit Naturmaterialien oder sanften Tourismus? Bring deine Expertise ein und hilf uns, nachhaltige Alternativen für die Region zu entwickeln.
Unterstütze die Vision vom dauerhaften Schutz
Erlebe hautnah die Artenvielfalt und die besondere Charakteristik unseres Gipskarstes auf unseren geführten Wanderungen und hilf uns, die UNESCO-Anerkennung für das Biosphärenreservat (Man and the Biosphere Programme) zu forcieren.
Besuche unseren Stammtisch
Komm mit uns und anderen Bürgern ins Gespräch. Einmal monatlich treffen wir uns in gemütlicher Runde, um aktuelle Entwicklungen zu besprechen und nächste Schritte zu planen.
Nachdenken über Gips ist Vordenken für die Zukunft
Die drei Mythen der Gipsindustrie sind:
Ohne Gips ist der Wohnungsbau in Gefahr. Ohne Gipsförderung und -verarbeitung gehen viele Arbeitsplätze verloren.
Tagebaue sind nicht schlimm, denn die Bergbaufolgelandschaft wird ja renaturiert.
Diese Mythen stimmen nicht:
Der Anteil an Gips im Bau macht ca. ein bis drei Prozent aus. Kostengünstiges Bauen geht auch ohne Gips. Die Rohstoffe wachsen vor unserer Haustür. Aber sie brauchen intakte Böden: Stroh, Holz, Hanf und Heu können zu modernen Bauplatten und vielen anderen Bauelementen verbaut werden. Damit können auch zukunftsfähige Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen werden. Wenn hingegen der Gips zur Neige geht, fallen auch die Arbeitsplätze in der Gipsindustrie weg. Gipsabbau beraubt uns unserer Zukunft. Renaturierung ist Augenwischerei. Wenn der Gipskarst abgebaggert ist, kommt er nicht wieder. Die wertvollen Ökosysteme aus Höhlensystemen, markanten Fels- und Landschaftsformen, Buchenwäldern und die historisch geprägte Kulturlandschaft können auch mit unserer Hilfe nicht wieder nachwachsen. Wir fordern eine politische Unterstützung für den konsequenten Umstieg auf Baustoffe aus nachwachsenden oder recycelten Rohstoffen durch rechtzeitige Entscheidungen und Finanzierung des Strukturwandels! Die Gelder dafür sind da.
Man muss nur wollen!
„Die Natur muss gefühlt werden.“ — Alexander von Humboldt
Gips ist ersetzbar – unsere Heimat nicht
Keine Bohrungen und keinen Abbau im Südharz!
Die Idylle unserer Orte und der Natur muss bleiben.
Das ist unser Leben!

Verwunschene Wälder auf weißen Felsen, Dörfer in denen man sich kennt und trifft, blühende Trockenwiesen, klare Bäche, seltene Tiere und Pflanzen und eine himmlische Ruhe. Das findet sich in unserer Gipskarstlandschaft im Südharz Sachsen-Anhalts.

Diese Natur und diese Dörfer mit ihrer liebenswürdigen Mixtur aus Landwirtschaft, Obstbau, Handwerk, Gastronomie und Tourismus sind unsere
Lebensgrundlage. Hier leben wir und hier wollen wir bleiben. Wir wollen keine Zerstörung unserer geschützten Umgebung, keinen Dreck, Lärm und Schwerlastverkehr in unseren ruhigen Orten.