Unsere Heimat. Unsere Natur. Unser Erbe.
Raubbau verhindern! Einzigartigkeit und Artenvielfalt erhalten!
Für die Zukunft des Südharzes – Wir überlassen den Schutz unserer Heimat nicht dem Zufall. Wir handeln!
AKTUELL: Biosphärenreservat bleibt vom Gipsabbau verschont
Die jahrelangen Diskussionen und der unermüdliche Protest haben Früchte getragen: Die Pläne für den Gipsabbau im Biosphärenreservat Südharz sind durch eine aktuelle Entscheidung des Koalitionsausschusses in Magdeburg vorerst vom Tisch. Im neuen Landesentwicklungsplan soll die betroffene Fläche bei Breitungen als Vorranggebiet für Naturschutz erhalten bleiben, anstatt als nutzungsfreie “Weißfläche“ künftig für die Gipsindustrie freigegeben zu werden.
Das ist ein riesiger Erfolg für unsere Region, für die Natur und für den unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten. Es zeigt schwarz auf weiß: Unser gemeinsamer Widerstand wirkt.
Warum wir weiterhin AKTIV sein werden
Doch der vollständige Blick auf die politische Realität zeigt: Dieser Schutz ist brüchig – und der Abbaugedanke in den Köpfen der regionalen Politik präsenter denn je.
Der Gipsabbau wurde in Magdeburg für einen politischen Kompromiss mit der Landwirtschaft temporär “geopfert“. Doch der Druck von Gipsindustrie und lokaler Politik bleibt hoch, Sie wollen die “naturverträgliche und kleinräumige Rohstoffgewinnung“ erzwingen.
Wenn der Landrat ankündigt, nach dem Inkrafttreten des Plans sofort zu prüfen, was noch möglich sei, wissen wir, was die Stunde geschlagen hat: Dieses “Vorerst“ ist keine Entwarnung. Es ist der Startschuss für die nächste Phase unseres Widerstands. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen! Einzigartige Natur ist kein Rohstofflager auf Zeit.
Wir dürfen uns nicht mit einem vorübergehenden Kompromiss abspeisen lassen. Jetzt gilt es, diesen Schutz dauerhaft zu verankern, die UNESCO Weltnaturerbe-Anerkennung zu forcieren, damit unser grüner Gipskarst nie wieder zur Verhandlungsmasse wird.
Landrat André Schröder (CDU) bedauert die Entscheidung offen in der Mitteldeutschen Zeitung:
„Wir hätten die Weißfläche gerne behalten.“
Er betonte, dass ein Gipsabbau auf der fraglichen Fläche im Biosphärenreservat kein Automatismus sei. Wenn dort aber der Naturschutz Vorrang genieße, sei dies deutlich schwieriger umzusetzen. „Ein Gebiet ohne Vorgaben hätte uns mehr Flexibilität ermöglicht.“
Er kündigt bereits an: Sobald der Landesentwicklungsplan in Kraft tritt, müsse man prüfen, „was noch möglich sei.“
Zum Hintergrund:
Der Kreis befürwortet den Abbau von Gips seit langem, ein Kreistagsbeschluss sieht eine „naturverträgliche“ und „kleinräumige“ Rohstoffgewinnung vor.
MZ vom 14. Mai 2026
Der Südharz braucht deine Stimme. Werde auch du jetzt aktiv.
Der Etappensieg bei der Landesentwicklungsplanung zeigt, was wir gemeinsam erreichen können. Damit der Schutz dauerhaft bleibt, zählt jeder Einzelne. Wie kannst und möchtest du dich einbringen?
Begleite uns in die politischen Gremien
Ob bei Sitzungen von Land- und Kreistag, der Regionalen Planungsgemeinschaft oder dem Gemeinderat: Deine bloße Anwesenheit im Zuschauerraum gibt unseren politischen Redebeiträgen Gewicht. Zeige den Entscheidern, dass die Bürger hinsehen.
Werde Teil des Netzwerks
Du interessierst dich für Gipsrecycling, ökologisches Bauen mit Naturmaterialien oder sanften Tourismus? Bring deine Expertise ein und hilf uns, nachhaltige Alternativen für die Region zu entwickeln.
Unterstütze die Vision vom dauerhaften Schutz
Erlebe hautnah die Artenvielfalt und die besondere Charakteristik unseres Gipskarstes auf unseren geführten Wanderungen und und hilf uns, die Anerkennung des Gipskarsts als UNESCO-Weltnaturerbe zu forcieren.
Besuche unseren Stammtisch
Komm mit uns und anderen Bürgern ins Gespräch. Einmal monatlich treffen wir uns in gemütlicher Runde, um aktuelle Entwicklungen zu besprechen und nächste Schritte zu planen.
Nachdenken über Gips ist Vordenken für die Zukunft
Die drei Mythen der Gipsindustrie sind:
Ohne Gips ist der Wohnungsbau in Gefahr. Ohne Gipsförderung und -verarbeitung gehen viele Arbeitsplätze verloren.
Tagebaue sind nicht schlimm, denn die Bergbaufolgelandschaft wird ja renaturiert.
Diese Mythen stimmen nicht:
Der Anteil an Gips im Bau macht ca. ein bis drei Prozent aus. Kostengünstiges Bauen geht auch ohne Gips. Die Rohstoffe wachsen vor unserer Haustür. Aber sie brauchen intakte Böden: Stroh, Holz, Hanf und Heu können zu modernen Bauplatten und vielen anderen Bauelementen verbaut werden. Damit können auch zukunftsfähige Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen werden. Wenn hingegen der Gips zur Neige geht, fallen auch die Arbeitsplätze in der Gipsindustrie weg. Gipsabbau beraubt uns unserer Zukunft. Renaturierung ist Augenwischerei. Wenn der Gipskarst abgebaggert ist, kommt er nicht wieder. Die wertvollen Ökosysteme aus Höhlensystemen, markanten Fels- und Landschaftsformen, Buchenwäldern und die historisch geprägte Kulturlandschaft können auch mit unserer Hilfe nicht wieder nachwachsen. Wir fordern eine politische Unterstützung für den konsequenten Umstieg auf Baustoffe aus nachwachsenden oder recycelten Rohstoffen durch rechtzeitige Entscheidungen und Finanzierung des Strukturwandels! Die Gelder dafür sind da.
Man muss nur wollen!
„Die Natur muss gefühlt werden.“ — Alexander von Humboldt
Gips ist ersetzbar – unsere Heimat nicht
Keine Bohrungen und keinen Abbau im Südharz!
Die Idylle unserer Orte und der Natur muss bleiben.
Das ist unser Leben!

Verwunschene Wälder auf weißen Felsen, Dörfer in denen man sich kennt und trifft, blühende Trockenwiesen, klare Bäche, seltene Tiere und Pflanzen und eine himmlische Ruhe. Das findet sich in unserer Gipskarstlandschaft im Südharz Sachsen-Anhalts.

Diese Natur und diese Dörfer mit ihrer liebenswürdigen Mixtur aus Landwirtschaft, Obstbau, Handwerk, Gastronomie und Tourismus sind unsere
Lebensgrundlage. Hier leben wir und hier wollen wir bleiben. Wir wollen keine Zerstörung unserer geschützten Umgebung, keinen Dreck, Lärm und Schwerlastverkehr in unseren ruhigen Orten.